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DGF Gesundheitsnews 25-06-09

Erstausstrahlung: 25.06.09
 
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Spielzeit 3:17 min.
Gesamte Sendung
Die Praxisgebühr bleibt
Arztpraxen müssen weiterhin zehn Euro Praxisgebühr kassieren. Das hat das Bundessozialgericht am Donnerstag entschieden. Die Richter wiesen die Klage eines Versicherten einer gesetzlichen Krankenkasse zurück. Der Kläger hatte gegen die Gebühr argumentiert, sie sei gleichheits- und verfassungswidrig. Das Gericht teilte diese Auffassung nicht. Die Belastung mit zehn Euro pro Quartal sei zumutbar. Auch die Ungleichbehandlung mit Privatversicherten, die keine Praxisgebühr zahlen müssen, sei nicht zu beanstanden.


Kurzer Schlaf treibt Blutdruck hoch
Menschen, die kurz und schlecht schlafen, haben ein erhöhtes Risiko für Bluthochdruck. Das hat jetzt eine Studie US-amerikanischer Forscher belegt. Als ideal gilt eine Schlafdauer von acht Stunden pro Nacht. Jede fehlende Stunde Schlaf ließ das Risiko für Bluthochdruck um ein Drittel ansteigen. Schnarchen, das ein bekannter Risikofaktor für Bluthochdruck ist, konnte den Zusammenhang nicht erklären. Möglicherweise führt schlechter und kurzer Schlaf zu einer Aktivierung des sympathischen Nervensystems.


Erklärung zur Organspende
Eine Entscheidung zur Organspende sollte in die Patientenverfügung integriert werden. Diese Meinung vertritt der Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, Dr. Theodor Windhorst. "Menschen, die ihr Sterben in solch einer Verfügung regeln, sollten sich auch Gedanken machen, ob sie Organe spenden möchten oder nicht". Windhorst setzt sich für eine Lösung ein, nach der Patienten als Organspender angesehen werden, die keine Ablehnung der Organspende dokumentiert haben. Angehörige müssen allerdings informiert werden und können der Entnahme widersprechen.


Weniger Herz-Kreislauf-Tote
Jeder dritte Tod durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen lässt sich mit Vorsorgemaßnahmen und Medikamenten verhindern. Diesen Präventionserfolg in nur zehn Jahren melden Forscher aus Kanada. Dort sanken die Herz-Kreislauf-bedingten Sterberaten zwischen 1994 und 2004 um ein Drittel. In dem Jahrzehnt gab es in Kanada besondere Anstrengungen, Herz-Kreislauf-Krankheiten zu vermindern. Dazu gehörten Rauchverbote, ein Programm zur Bekämpfung von Bluthochdruck und die Einführung neuer Medikamente zur Blutverdünnung und gegen erhöhte Blutfette.


Wirksame Impfstoffe gegen Krebs
Impfungen gegen Krebs nutzen den Patienten. Davon ist ein Pionier der Krebsimpfstoff-Forschung, Professor Volker Schirrmacher, überzeugt. Zehn klinische Studien mit dem Tumorimpfstoff ATV-NDV haben Schirrmacher zufolge den Nutzen belegt. Bei Patienten mit Dickdarmkrebs und Lebermetastasen war jeder zweite geimpfte Studienteilnehmer nach zehn Jahren ohne Metastasen. 31 Prozent der geimpften Patienten starben in den zehn Jahren an den Folgen der Krebserkrankung. Von den ungeimpften Studienteilnehmern waren es im selben Zeitraum deutlich mehr, nämlich 79 Prozent.

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