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DGF Gesundheitsnews 29-06-09

Erstausstrahlung: 29.06.09
 
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Spielzeit 3:04 min.
Gesamte Sendung
Passivrauchen fördert Entzündungen
Sind Kinder Zigarettenrauch ausgesetzt, steigen bestimmte Entzündungs- und Stoffwechselmarker im Blut. Das ist schon der Fall, wenn die Eltern mehr als 10 Zigaretten täglich rauchen, wie Forscher aus Ulm und Stuttgart feststellten. Sie untersuchten dazu das Blut von über 380 Viertklässlern. Die Markerstoffe erhöhen im fortgeschrittenen Lebensalter das Risiko von Gefäßverkalkungen und damit das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall.


Bei Speiseröhrenentzündung abnehmen
Übergewichtige Menschen mit Speiseröhrenentzündung können den Effekt der Medikamente erhöhen, indem sie abspecken. Das haben Ärzte aus Taiwan in einer neuen Studie mit rund 110 Patienten bestätigt. Alle Patienten erhielten die selben Medikamente in gleicher Dosierung. In der Gruppe der Patienten, die ihren Body Mass Index reduzieren konnten, waren nach sechs Monaten 83 Prozent geheilt, in der Gruppe ohne Gewichtsreduktion nur jeder zweite.


Sport gegen Brustkrebs
Jede Art von Bewegung hat im Zusammenhang mit Brustkrebs einen vorbeugenden Effekt. Aber auch die Prognose von bereits erkrankten Frauen lässt sich durch körperliche Aktivität verbessern. Wer sich fünf Mal wöchentlich mindestens 30 Minuten bewegt, wird seltener krank und hat bessere Chancen, wieder gesund zu werden. Erlaubt ist beim Sport alles, was Spaß macht. Das haben Experten auf einem Kongress zu Brustkrankheiten in Düsseldorf berichtet. Auch Frauen, die auf normales Körpergewicht achten, können damit etwas gegen Brustkrebs tun.


Kaiserschnitt auf Wunsch
Immer mehr schwangere Frauen wünschen sich eine kontrolliert geplante Kaiserschnitt-Entbindung. Es gibt keinen sachlichen Grund, diesen Wunsch zu verweigern, sagt der Chefarzt der Frauenklinik am Klinikum Augsburg, Professor Arthur Wischnik. Frühere Angaben zu einem höheren Risiko durch einen Kaiserschnitt habe eine bayerische Studie eindeutig widerlegt. Gründe für einen Wunsch-Kaiserschnitt seien bei Schwangeren oft vorangegangene schwere Entbindungen. Allerdings müssten auch die Risiken genannt werden, etwa Störungen am Mutterkuchen bei späteren Schwangerschaften.


Forscher finden Grund für Biergenuss
Ein kühles Bier ist gerade im Sommer für viele Menschen ein Hochgenuss. Mit dafür verantwortlich sind die Bitterstoffe des Bieres. Sie bilden sich nach der Zugabe von Hopfen während des Würzekochens und tragen zum Geschmack des Gerstensaftes bei. Lebensmittelchemiker aus München haben jetzt die drei Rezeptoren auf der Zunge identifiziert, die den Bittergeschmack des Bieres ans Gehirn melden. Und das sorgt letztendlich für den Genusseffekt, zumindest bei denjenigen, die Bitterstoffe in Lebensmitteln nicht verabscheuen.

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