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DGF Gesundheitsnews 30-06-09

Erstausstrahlung: 30.06.09
 
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Spielzeit 3:27 min.
Gesamte Sendung
Wurmlarven trüben den Badespaß
Wurmlarven in deutschen Badeseen können schwere Hautausschläge auslösen. Die sogenannten Zerkarien bohren sich beim Baden in die Haut und sterben dort ab. An den Einstichstellen bilden sich rote Quaddeln, die extrem jucken und in kleine Knötchen übergehen. Zerkarien kommen in Seen, Gartenteichen, Schwimmbecken und Aquarien vor. Sie schwärmen ab Wassertemperaturen über 20 Grad. Als Schutz vor Zerkarien sollte man beim Baden die Uferzonen meiden und nach dem Schwimmen schnell duschen und sich abtrocknen.


Blutdruck nicht zu weit senken
Nicht nur ein zu hoher Blutdruck kann das Leben betroffener Patienten verkürzen. Auch zu niedrige Blutdruckwerte können gefährlich werden. Darauf hat Professor David R. Matthews aus Oxford beim Kongress der US-amerikanischen Diabetesgesellschaft hingewiesen. Der obere Wert sollte demnach nicht unter 120 liegen. Unterhalb dieser Grenze steigt das Risiko für Nierenschäden. Für Patienten mit Diabetes oder Nierenerkrankungen gelten besonders strenge Regeln. Ihr oberer Blutdruckwert sollte zwischen 120 und130 liegen.


Grippe-Schutz für alte Menschen
In der kommenden Grippesaison gibt es erstmals einen Grippe-Impfstoff speziell für Menschen über 60. Bei einer intradermalen Impfung wird der Impfstoff in die Haut statt tiefer in den Muskel gespritzt. Dafür steht ein neuartiges Mikronadel-Injektionssystem zur Verfügung. Intradermale Impfungen führen bei alten Menschen zu einer besseren Schutzwirkung als die üblichen muskulären Impfungen. Das ergab eine Studie mit 3500 Menschen zwischen 60 und 85 Jahren. Der Preis steht noch nicht fest, soll aber im Bereich üblicher Impfstoffe liegen.


SPD will mehr Rechte für Patienten
Die SPD-Bundestagsfraktion will die Rechte von Patienten in einem eigenen Gesetz regeln. Geschädigte Patienten sollten schneller Schadenersatz und Schmerzensgeld erhalten können, als bisher. Die Fraktion will auch mehr Möglichkeiten für die Krankenkassen, ihre Versicherten bei Verdacht eines Behandlungsfehlers zu unterstützen. Unter anderem will die SPD Einzelheiten eines Behandlungsvertrags zwischen Patienten und Angehörigen von Heilberufen regeln. Weiterhin schlägt die SPD vor, Arzthaftungssachen grundsätzlich an Spezialkammern zu überweisen.


Neue Diagnostik für Bakterien
Bislang ist es sehr aufwändig, bei Durchfall-Erkrankungen den Krankheitserreger zu bestimmen. Forscher aus Deutschland und Chile haben jetzt ein sehr genaues Diagnoseverfahren entwickelt. Dabei bestimmen sie im Erbgut der Keime Abschnitte, die sich immer wiederholen. Solche Wiederholungsabschnitte sind für jeden Bakterienstamm typisch, ähnlich wie Fingerabdrücke bei Menschen. Mit der Methode soll auch schnell die Entwicklung neuer, gefährlicher Keime festgestellt werden. Rund fünf Millionen Menschen sterben jährliche weltweit an Durchfallerkrankungen.

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