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Voll im Trend: Das Deutsche Gesundheitsfernsehen gibt wertvolle Tipps für Körper und Geist.

Als Gerd Berger seinen Sender vor dem Start bekannt machen wollte, bekam er eine Reaktion besonders oft zu hören: „Deutsches Gesundheitsfernsehen? Gibt’s das nicht längst?“
Nein, gab es nicht. Dass der Name vertraut und nach Behörde klingt, war durchaus Absicht. „Unsere Seriosität sollte schon beim Sendernamen mitschwingen“, erklärt Senderchef Berger. „Gesundheit ist bei uns eben mehr als nur das Trendthema Wellness.“
Die Strategie scheint aufzugehen: Gut ein Jahr nach dem Sendestart können 12,5 Millionen Haushalte inzwischen den privat finanzierten Free-TV-Sender über Satellit empfangen. Wenn bis Ende 2008 Kabel Deutschland dazukommt, werden es 14,5 Millionen Haushalte sein.

Das deutsche Gesundheitsfernsehen (DGF) setzt auf eine möglichst breite Themenmischung. Dabei spielen vor Allem die Bereiche Ernährung, Bewegung, Gesundheitspolitik und Prävention eine Rolle. Neben zahlreichen Dokus wird etwa in der Sendung „DGF Der Talk“ mit Experten im Studio direkt am Brandenburger Tor in Berlin Mitte über aktuelle Themen wie Burnout Syndrom oder Schlaflosigkeit diskutiert. Eine Besonderheit des Senders ist der Beirat. In dem Gremium sitzen Gesundheitsexperten der wichtigsten Organisationen wie Bundesärztekammer, gesetzliche Krankenkassen, deutscher Pflegerat sowie Patientenbeauftragte. Sie sollen In Zukunft diskutieren und dem Sender Türen öffnen.

Der Unterhaltungswert soll bei aller Seriosität aber nicht leiden. „Gesundheit muss nicht langweilig präsentiert werden“, findet Gerd Berger, der nach seiner Arbeit beim WDR die Redaktion von „Stern TV“ (RTL) leitete und später ProSieben-Chefredakteur wurde. So nimmt etwa in der Reihe „Kühlschrankpolizei“ eine Ernährungsexpertin die Essgewohnheiten der Deutschen unter die Lupe, während die Doku-Reihe „40 Wochen“ eine Schwangerschaft komplett aus nächster Nähe begleitet. Die US-Animationsserie „VeggieTales“ versucht mit Tomate und Gurke als Titelhelden, Kindern spielend gesunde Ernährung näherzubringen.

Das Fazit nach 15 Monaten DGF fällt für Gerd Berger sehr positiv aus. Auch wenn er bei mancher Sendung mehr lernt als ihm lieb ist: „Durch den Sender höre ich definitiv mehr in meinen Körper hinein. Wenn ich mich bei der Arbeit mit einer Doku über Allergien beschäftige und abends dreimal niesen muss, mache ich mir gleich Gedanken.“ Ganz ohne Nebenwirkungen geht es beim Thema Gesundheit einfach nicht.


Interview mit Gerd Berger

„Wir wollen auch die Kinder erreichen“

TV Digital: Welches Konzept verfolgen Sie mit dem Deutschen Gesundheitsfernsehen (DGF)?
Gerd Berger:
Die großen deutschen Sender zeigen inzwischen gar keine Gesundheitssendungen mehr. Gerade die Öffentlich-Rechtlichen kommen hier ihrer Verpflichtung nicht nach. Dabei ist Gesundheit seit einigen Jahren eines der wichtigsten Themen unserer Gesellschaft. Diesen Bedarf decken wir ab.

Wie genau sieht denn das Publikum des DGF aus?
An dem Thema Gesundheit kommt doch niemand mehr vorbei. Mich freut, dass das Thema nicht mehr nur Älteren vorbehalten ist. 65 % der Zuschauer sind zwischen 14 und 49 Jahren alt. Und auch Kinder wollen wir erreichen. Sendungen wie „VeggieTales“ sollen sie ohne erhobenen Zeigefinger an ein wichtiges Thema heranführen.

Welche weiteren Pläne gibt es?
Ein Beispiel: Gemeinsam mit der Ärztezeitung zeigen wir auf www.dgf-tv.de täglich die Sendung „Gesundheitsnachrichten“. Solche Kooperationen wollen wir bald auch im Fernsehen fortführen.





 

Pressekontakt

Folkert Lohmann