Wolfgang Schmeinck, BKK Bundesverband

"Der informierte Bürger wird als Idealbild gern bemüht, in der Wirklichkeit aber immer noch vergleichsweise selten angetroffen. Im Bereich Gesundheit sind alle Versuche zu begrüßen, die Wirklichkeit diesem Idealbild näher zu bringen: Der informierte Patient, so ist zu erwarten, trifft Entscheidungen, die seine persönlichen Chancen auf ein gesundes Leben vergrößern und die Solidargemeinschaft, die für einen Großteil der finanziellen Folgen von Krankheit aufzukommen hat, entlasten. In ähnlicher Weise bedarf es des informierten Versicherten, um die zunehmend unterschiedlichen Leistungsangebote von Krankenkassen bewerten zu können.
Die Betriebskrankenkassen können sich nur wünschen, dass gerade auch durch das Deutsche Gesundheitsfernsehen Versicherte z. B. dazu angeregt werden, chronische Krankheiten zu vermeiden, etwa durch Umstellung ihrer individuellen Lebensweise. Es wäre auch ein großer Erfolg, wenn mit Hilfe dieses neuen Senders die Bürgerinnen und Bürger weitestgehend neutral aufgeklärt würden über Vor- und Nachteile der vielen Wahltarife, Rabattverträge und sonstiger Zusatzangebote, die als Folge der gerade in Kraft tretenden Gesundheitsreform auf den Markt kommen.
Vor diesem Hintergrund wünsche ich dem Deutschen Gesundheitsfernsehen, das am 1. April diesen Jahres auf Sendung geht, und seinen Machern allen erdenklichen Erfolg mit verständlich dargebotener Information rund um das bisweilen komplizierte Thema Gesundheit.
Die Chancen sind gut."